LogoVS_test04.jpg

UND DRAUSSEN

UMSONST

06.07.2014-26.08.2012

Olaf Metzel

ARCHIV

Unter dem Titel „GEORG BASELITZ - BERLINER JAHRE | Bilder aus der Sammlung Baselitz“ zeigt die Villa Schöningen vom 4. Februar bis zum 1. August 2012 Gemälde von Georg Baselitz aus der Sammlung des Künstlers.
21 Exponate vermitteln einen Eindruck der Anfangsjahre des Künstlers in Berlin: Hier studierte Georg Baselitz von 1956 bis 1962, zunächst an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Ost-Berlin, die er nach zwei Semestern wegen „gesellschaftspolitischer Unreife“ verlassen musste, dann an der Hochschule der Bildenden Künste in West-Berlin.

1963 kam es in West-Berlin während der ersten Einzelausstellung des jungen Künstlers in der Galerie "Werner & Katz" am Kurfürstendamm zum Skandal, in dessen Folge die beiden Werke „Die große Nacht im Eimer" und "Der nackte Mann" von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden. Baselitz wurde daraufhin angeklagt „fortgesetzte und gemeinschaftlich begangene Handlungen unzüchtige Darstellungen an Orten, welche dem Publikum zugänglich waren, ausgestellt zu haben". Das Gemälde „Die große Nacht im 

Eimer“ aus der damaligen Ausstellung gehört heute zur Sammlung des Museums Ludwig in Köln. Eine weitere Version des Werkes wird in der Ausstellung der Villa Schöningen gezeigt.

1966 verließ Baselitz die Stadt. Er kam aber immer wieder nach Berlin zurück, hatte hier zahlreiche bedeutende Ausstellungen und wurde 1984 Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.

Der Großteil der Werke in der Ausstellung ist zwischen 1959 und 1966 entstanden und vermittelt einen Eindruck der Berliner Schaffensphase von Georg Baselitz, die zu Bildern führte, durch die er allmählich international bekannt wurde. Zudem werden so genannte „Remix“-Werke gezeigt, die sich auf Werke der Berliner Jahre beziehen.

Mit der Ausstellung „GEORG BASELITZ - BERLINER JAHRE | Bilder aus der Sammlung Baselitz“ wird ein spannender Einblick in die Sammlung der eigenen Werke von Georg Baselitz gewährt. Die von ihm selbst zusammengestellte Sammlung ist bisher noch nie öffentlich gezeigt worden.

Pressetext der Villa Schöningen