Traces of the Body
Die Ausstellung Traces of the Body zeigt erstmals in Deutschland eine Einzelausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Kylie Manning. Ihre Malerei bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion. Körper erscheinen als Spuren, die sich in Schichten von Farbe und Licht auflösen.
In der Villa Schöningen treten diese Arbeiten in einen Dialog mit historischen Positionen wie Peter Brueghel II, Marina Abramović oder Anselm Kiefer. Gemeinsam eröffnen sie neue Perspektiven auf Sichtbarkeit, Erinnerung und die Darstellung des menschlichen Körpers.
Zum Paradies. Akt II
Ausgehend von Prinz Wilhelm von Nassaus Paradies-Zitat versteht Paradise Island das Paradies nicht als realen Ort, sondern als Projektionsfläche menschlicher Sehnsucht nach Rückzug, Kontrolle und Schönheit in einer überreizten Gegenwart. Der Garten dient dabei als Denkraum, in dem sich Utopie und Eskapismus, Natur und Konstruktion überlagern. Historisch nie unschuldig, erscheint er zugleich als Schutzraum und politische Fläche, als Ort von Pflege, Ausschluss und neuer ökologischer Verbundenheit im Anthropozän. Das heutige Paradies zeigt sich zunehmend synthetisch, geprägt von Digitalität, Selbstoptimierung und chemischen Ersatzwelten. Die Ausstellung liest diesen Zustand als Symptom unserer Zeit und verwandelt den Garten der Villa Schöningen in ein Terrain zwischen Rausch und Erschöpfung, Schönheit und Verfall.